ISKOI: German ISKO conference: Konstanz: Feb 20-22: CFP

Peter Ohly peter.ohly at gesis.org
Wed Oct 17 09:24:28 CEST 2007


(English version below)

International Society of Knowledge Organization (ISKO) Deutsche Sektion

Wissensspeicher in digitalen Räumen:
Nachhaltigkeit, Verfügbarkeit, semantische Interoperabilität
(Wissensorganisation'2008)

< http://www.bonn.iz-soz.de/wiss-org/WissOrg11CfP.htm >

Bitte um Vortragsvorschläge / Call for papers

Vom 20. bis 22. Februar 2008 wird die nächste Jahrestagung der 
deutschen Sektion der ISKO in Konstanz stattfinden. Tagungsort ist 
das Archäologische Landesmuse¬um. Veranstalter sind zusammen mit der 
Dt. ISKO das Bibliotheksservice-Zentrum Ba¬den-Württemberg und der 
Lehrstuhl Informationswissenschaft an der Universität Konstanz.

Folgende Sessions sind vorgesehen:

A. Vernetzung semantischer Räume
Regelwerke für die Beschreibung von Ressourcen sind im Zuge der 
Optimierung von Indexierungsverfahren etwas in Verruf geraten als 
zeitaufwendiges, intellektuel¬les Glasperlenspiel. Gleichwohl 
erscheinen sie in vielen Retrievalumgebungen nicht nur als hilfreich, 
sondern notwendig, um die Präzision der Ergebnisse zu erhöhen. Hier 
soll ein Blick auf klassische und verbreitete Regelwerke geworfen 
werden mit der Frage, was diese leisten können und wo stärkere 
Kooperation dringend erforder¬lich wäre. Ein interessantes 
Sonderproblem bilden Mutilingualität und Crosskonkor¬danzen der Regelwerke.
1. Ontologien als Mittel der Wissensorganisation und als Austauschformate.
2. Klassifikationen als (evtl. multilinguales) Mittel der 
Wissensorganisation und Abbildung universeller Wissensstrukturen (DDC, UDK).
3. topic maps - Stand der Technologie und Realisierung in konkreten Projekten.
4. semantic web - Versprechen und Realisierung.
5. SKOS, Dublin Core usw.   Standards, Anwendungen, Entwicklungen, z. 
B. im Bereich des automatischen Indexing oder Abstracting.

B. Social Tagging
Können Folksonomies, Wikis und andere kooperative Software-Ansätze 
eine Demo¬kratisierung und Dynamisierung des Wissens bewirken? 
Vermögen Nutzer und ihre Sprache unser Wissen zu kontrollieren? 
Weiter besteht die Frage nach der Notwen¬digkeit einer 
Disziplinierung des Denkens durch intellektuelle Arbeit, einer 
Anstren¬gung des Begriffes, die erforderlich erscheint, um die 
Verständlichkeit des Wissens auch auf lange Frist sicherzustellen 
bzw. die Anarchie des Wissens zu vermeiden (s. A). In diesen 
Fragestellungen verbergen sich zahlreiche politische und 
pädagogi¬sche Fragen, deren Beantwortung nicht unbedingt zu einer 
Lösung der dahinterste¬henden Probleme führt, aber vielleicht zu 
deren Aufklärung.

C. Plattformen des Wissens
Bei den Netztechnologien geht es weniger um die inzwischen als 
selbstverständlich angesehene Bereitstellung von Information, sondern 
um Dienstleistungen, die sich rund um diesen Informationskern 
anlagern lassen. Die Frage ist, wie der Stand der Arbeiten auf den 
genannten Gebieten ist, d. h. wo solche Dienstleistungen mit Erfolg 
bereits angeboten werden, und welche Nutzungsszenarien einen mehr 
oder weniger zuverlässigen Blick in die nähere Zukunft zulassen.
1. e-learning-Plattformen: wie sie mit vorhandenen Netzangeboten und 
im kollabora¬tiven Paradigma verknüpft werden können.
2. e-scolarship: open access und der Fortschritt der Wissenschaft 
durch vernetzte Angebote.
3. e-publishing: Das Dilemma der Zugänglichkeit zwischen open access 
und intellec¬tual property rights, Geschäfts- und 
Organisationsmodelle im OA-Paradigma.

D. Anwendungen und Projekte
Europäische Projekte der Wissensorganisation wie MinervaPlus, 
MichaelPlus, European Digital Library, Theseus, Quaero u. a. sollen 
vorgestellt werden als praktische Beispiele für den absehbaren Weg zu 
globalen Wissensspeichern. Weitere einschlä¬gige Projektvorstellungen 
sind darüber hinaus willkommen.

Wir bitten alle Interessenten, die insbesondere zu solchen Themen 
forschen bzw. entwickeln oder Anwender sind, einen Vorschlag für 
einen Beitrag zu dieser Tagung zu machen. Zusätzliche Vorträge oder 
Sessions zu weiteren Fragen der Wissensorganisation (z. B. Grundlagen 
der Wissensorganisa¬tion, Standards und Normierung, Ethik, 
Bibliometrie und Wissensevaluation, Wis¬sensmanagement, Tacit 
Knowledge und Informationspolitik) sind selbstverständlich erwünscht 
und werden bei der Zusammenstellung des Programms berücksichtigt. Der 
Vorschlag sollte neben dem Titel, Autor und Adressangaben ein bis zu 
einer Seite umfassendes abstract zur Thematik enthalten und bis zum

30. November 2007
an folgende Adresse geschickt werden:
<joern.sieglerschmidt at uni-konstanz.de>.

Das Programm wird von Gerhard Budin (Universität Wien), Marc Wilhelm 
Küster (FH Worms), Rainer Kuhlen (Universität Konstanz), H. Peter 
Ohly (GESIS/ IZ Sozial¬wissenschaften), Max Stempfhuber (GESIS/ IZ 
Sozialwissenschaften) und Jörn Sieglerschmidt 
(Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg) zusammengestellt.

Deutsche ISKO e.V.
<http://www.bonn.iz-soz.de/wiss-org/>

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English Version (abridged):
February 20th through 22nd, 2008, the ISKO conference will take place 
at Constance (Germany). The conference is organized by the German 
chapter of ISKO, the Library Service Centre Baden-Württemberg, and 
the Department of Information Science at the University of Konstanz.
The general topic is:

Repositories of Knowledge in Digital Spaces:
Accessibility, Sustainability, Semantic Interoperability
(Wissensorganisation'2008)

The following sessions (and special topics) are planned:

a. Ontologies, controlled vocabulary, topic maps, semantic web 
Ontologies, classifications, topic maps, and the semantic web seem to 
enhance the usefulness and the usability of online knowledge. The 
different communities of developers often don't know anything about 
each other although there might be chances of fruitful cooperation. 
Ontologies and classifications (UDC, DDC) are a instruments of 
knowlegde organization and universal views on knowledge structures. 
Topic maps offer new and user friendly strategies of retrieval. The 
semantic web seems to be split between promise and reality. 
Successful applications are therefore of interest.

B. Social tagging
Folksonomies and wikies can be perceived as a way of democratization 
of knowledge. Nevertheless the producers of this knowledge control 
the structure of knowledge which is a debatable point. Another one 
is, whether the sustainability of knowledge can be guaranteed under 
the circumstances of an anarchic process of knowledge creation. 
Political questions like these are of interest.

C. Platforms of knowledge
There are several platforms and environments, where online knowledge 
is used enriching and organizing it for new purposes. Therefore 
contributions for some of those platforms such as e-learning, 
e-scholarship, e-publishing are welcome.

D. Applications and projects
Developers of new applications and services are invited to share 
their knowledge with the participants of the conference. European 
projects like MINERVA, the Euro¬pean Digital Library etc. try to 
offer digitized knowledge and are good examples of the development 
into the direction of global stores of knowledge.

All those interested in the above mentioned topics or those running 
relevant projects are invited to participate in and contribute to the 
conference. English contributions as well as talks or session 
proposals in other fields of knowledge organization and related 
matters are also welcome. Please send a proposal with title, author, 
address details and an abstract of up to one page length till

November 30th, 2007
To
<joern.sieglerschmidt at uni-konstanz.de>.

Members of the program committee are: Gerhard Budin (University of 
Vienna), Marc Wilhelm Küster (Polytechnic Worms), Rainer Kuhlen 
(University of Konstanz), H. Peter Ohly (GESIS/ IZ Social Sciences), 
Max Stempfhuber (GESIS/ IZ Social Sciences), and Jörn Sieglerschmidt 
(Library Service Centre Baden-Württemberg).

German ISKO
<http://www.bonn.iz-soz.de/wiss-org/>



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